Herbstabenteuer im Mäusewald – Geschichten aus der Mäusewelt
Der Morgen im Mäusewald beginnt heute besonders früh.
Die Sonne scheint gerade erst durch die Bäume, auf dem Boden liegen die ersten bunten Blätter und irgendwo zwischen Moos und Tannenzapfen wartet schon das nächste Abenteuer.
Die Wandermaus steht längst bereit.
Schlafsack gepackt, Proviant verstaut und die Nase in Richtung Wald gerichtet.
Heute wird gewandert. Und zwar richtig.
Was braucht eine Maus für ein Abenteuer?
„Haben wir alles?“, fragt die kleine Maus und zählt noch einmal nach.
Etwas zu essen.
Etwas zu trinken.
Eine Laterne für später.
Und natürlich einen guten Freund.
Der kleine graue Elefant hat nämlich beschlossen, dass er heute unbedingt mitkommen möchte.
Ob Elefanten besonders gute Wanderer sind?
Das weiß niemand so genau.
Aber er sieht sehr entschlossen aus.
Also darf er mit.
Die Holzkiste mit Obst und Gemüse ist eigentlich ein bisschen groß für eine Wanderung. Aber Proviant kann man schließlich nie genug haben.
Und wer weiß, wie lange so ein richtiges Herbstabenteuer dauert?
Der Weg führt immer tiefer in den Wald
Zuerst ist der Weg noch ganz einfach.
Ein paar Blätter rascheln unter den Pfoten, Sonnenstrahlen fallen zwischen den Ästen hindurch und irgendwo klopft ein Specht an einen Baum.
Die Wandermaus marschiert vorneweg.
Der kleine Elefant folgt.
Nach einer Weile wird der Weg schmaler.
„Sind wir noch richtig?“
Die Wandermaus schaut auf die Karte.
Dann nach links.
Dann nach rechts.
Dann wieder auf die Karte.
„Natürlich.“
Der Elefant schaut ein bisschen skeptisch.
Fünf Minuten später kommen sie wieder am selben großen Stein vorbei.
Jetzt schaut sogar die Wandermaus skeptisch.
Vielleicht war dieser kleine Umweg aber auch einfach Teil des Abenteuers.
Zeit für eine Mäusejause
Nach so viel Wandern braucht selbst die mutigste Maus eine Pause.
Unter einem großen Baum wird die Decke ausgebreitet und die Kiste mit dem Proviant geöffnet.
Was gibt es heute?
Etwas Obst, etwas Gemüse und alles, was eine hungrige Wandermaus sonst noch gebrauchen kann.
Der kleine Elefant hat natürlich zuerst Hunger.
Sehr großen Hunger.
„Du bist ja auch ein Elefant“, sagt die Maus.
Das scheint eine völlig ausreichende Erklärung zu sein.
Also sitzen die beiden mitten im herbstlichen Wald, essen ihre Jause und schauen den Blättern beim Tanzen zu.
Manchmal braucht ein Abenteuer gar kein großes Ziel.
Ein schöner Platz reicht vollkommen.
Ein Platz für die Nacht
Am Nachmittag entdecken die beiden schließlich die perfekte Stelle.
Zwischen den Bäumen liegt eine kleine Lichtung.
Der Boden ist weich.
Die Sonne scheint noch ein bisschen durch die Äste.
Und hier soll heute das Nachtlager entstehen.
Der Schlafsack der Wandermaus wird ausgerollt und alles für einen gemütlichen Abend vorbereitet.
Daneben stehen die mitgebrachten Dinge bereit.
Sogar ein kleiner Blumentopf mit Kaktus hat seinen Weg ins Lager gefunden.
„Warum nimmt man eigentlich einen Kaktus zum Zelten mit?“, fragt der Elefant.
Die Wandermaus zuckt mit den Schultern.
„Weil es gemütlich aussieht.“
Auch das ist in der Mäusewelt ein völlig vernünftiger Grund.
Wenn es im Wald langsam dunkel wird
Die Sonne verschwindet hinter den Bäumen.
Plötzlich sieht der Wald ganz anders aus.
Die Farben werden dunkler und die Geräusche ein bisschen geheimnisvoller.
Jetzt kommt der wichtigste Gegenstand des Abends zum Einsatz:
die kleine Vintage-Laterne.
Ein warmes Licht leuchtet vor dem Schlafplatz und sofort fühlt sich alles wieder gemütlich an.
Die beiden sitzen noch eine Weile draußen.
Sie erzählen sich, was sie heute erlebt haben.
Von dem Weg, den sie beinahe gefunden hätten.
Vom großen Stein, an dem sie erstaunlicherweise zweimal vorbeigekommen sind.
Und natürlich von der Jause.
„Was war heute das Beste?“, fragt die Wandermaus.
Der Elefant denkt lange nach.
„Die Jause.“
Na gut.
Vielleicht muss ein Abenteuer nicht für jeden dasselbe bedeuten.
Rascheln im Gebüsch
Plötzlich bewegt sich etwas.
Raschel, raschel.
Beide schauen in Richtung Wald.
Noch einmal.
Raschel.
Die Wandermaus nimmt vorsichtig die Laterne und geht ein paar Schritte näher.
Vielleicht ist es ein Fuchs.
Vielleicht ein großer Waldgeist.
Oder vielleicht sogar ein geheimnisvoller Schatzsucher.
Das Gebüsch bewegt sich.
Und dann …
fällt einfach nur ein Blatt herunter.
Einen Moment lang ist es ganz still.
Dann müssen beide lachen.
Sehr mutig waren sie natürlich trotzdem.
Eine Nacht unter dem Herbsthimmel
Langsam wird es Zeit zum Schlafen.
Die Wandermaus kuschelt sich in ihren Schlafsack.
Der kleine Elefant macht es sich daneben gemütlich.
Über ihnen funkeln die ersten Sterne und irgendwo im Wald hört man noch ein leises Rascheln.
Die Laterne leuchtet ein letztes Mal neben ihnen.
„Morgen gehen wir weiter“, murmelt die Maus.
„Wohin?“, fragt der Elefant.
Die Wandermaus denkt kurz nach.
„Das entscheiden wir morgen.“
Und genau darin liegt vielleicht das Schönste an einem Abenteuer.
Man muss nicht immer wissen, wohin der Weg führt.
Manchmal reicht es, einfach loszugehen.
Kleine Dinge für große Abenteuer
Die Maileg-Welt lässt sich nicht nur im Mäusehaus entdecken.
Mit einer Wandermaus, einem Schlafsack und kleinen Accessoires wird plötzlich auch der Teppich zum Wald, ein Kissen zum Berg und eine Decke zum gemütlichen Nachtlager.
Die Kinder entscheiden selbst, wohin die Reise geht.
Heute führt sie durch den Herbstwald.
Morgen vielleicht auf einen hohen Berg.
Und übermorgen beginnt schon die nächste Geschichte.
Diese Maileg-Lieblinge spielen in unserer Geschichte mit
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