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Gute Nacht, kleine Mäuse – Geschichten aus der Mäusewelt - Pilzessin.at - zauberhafte Kinderdinge

Gute Nacht, kleine Mäuse – Geschichten aus der Mäusewelt

Im Mäusehaus wird es langsam still.

Draußen ist die Sonne längst verschwunden, durch das Fenster scheint der Mond und im ganzen Haus brennen nur noch ein paar kleine Lichter.

Eigentlich wäre jetzt Schlafenszeit.

Eigentlich.

Denn wer kleine Mäuse kennt, weiß: Zwischen „Wir gehen jetzt ins Bett“ und „Gute Nacht“ kann noch eine ganze Menge passieren.

Erst einmal alle ins Bett bringen

Mama Maus hat ihr Nachthemd schon angezogen und die Schlafmaske liegt bereit.

Papa Maus steht ebenfalls im Pyjama da und schaut sich im Zimmer um.

„So“, sagt er. „Jetzt schlafen wir.“

Mama Maus lächelt.

Sie weiß genau, dass es so einfach nicht werden wird.

Zuerst müssen schließlich die kleinen Mäuse versorgt werden.

Eine Babymaus kuschelt sich in ihre blaue Streichholzschachtel, die andere hat es sich in Rosa gemütlich gemacht. Und dann sind da natürlich noch die Drillinge.

Drei kleine Mäuse.

Drei kleine Köpfchen.

Und mindestens drei verschiedene Vorstellungen davon, wann Schlafenszeit ist.

Noch eine Geschichte!

„Gute Nacht“, sagt Papa Maus.

Stille.

Für ungefähr drei Sekunden.

Dann hört man aus einer der kleinen Streichholzschachteln:

„Geschichte!“

Papa Maus schaut zu Mama Maus.

Mama Maus schaut zu Papa Maus.

Natürlich.

Die Gute-Nacht-Geschichte fehlt.

Also setzt sich Papa Maus wieder hin.

Heute erzählt er von einer mutigen Maus, die durch einen großen Wald wanderte, sich ein bisschen verlief und am Ende unter dem Sternenhimmel schlief.

„Die kenne ich!“, ruft eine der kleinen Mäuse.

Vielleicht hat sich die Geschichte vom Herbstabenteuer im Mäusewald inzwischen schon herumgesprochen.

Nur noch einmal aufstehen

Die Geschichte ist zu Ende.

Nun aber wirklich schlafen.

Die Decken werden zurechtgezogen.

Die kleinen Mäuse schließen die Augen.

Papa Maus steht auf.

„Durst.“

Papa Maus bleibt stehen.

Ein kleiner Becher Wasser wird gebracht.

Wieder werden alle zugedeckt.

„Jetzt aber Gute Nacht.“

Papa Maus macht zwei Schritte.

„Mein Hase!“

Also wird auch der kleine Kuschelfreund gesucht.

Unter der Decke?

Nein.

Hinter dem Bett?

Nein.

Im Kinderwagen?

Da ist er.

Jetzt kann wirklich nichts mehr fehlen.

Und was machen eigentlich die Drillinge?

Aus der Streichholzschachtel der Drillinge hört man leises Kichern.

Mama Maus hebt vorsichtig die Decke.

Drei Mäuse schauen sie mit großen Augen an.

„Wir schlafen schon“, flüstert die erste.

„Ganz fest“, sagt die zweite.

Die dritte sagt lieber gar nichts.

Mama Maus muss lachen.

„Dann sehe ich das.“

Sie deckt die drei wieder zu und gibt jedem noch einen kleinen Gute-Nacht-Kuss.

Eins.

Zwei.

Drei.

Bei Drillingen dauert eben alles ein kleines bisschen länger.

Eine letzte Runde mit dem Kinderwagen

Nur die allerkleinste Babymaus findet heute überhaupt keine Ruhe.

Also wird sie noch einmal in den mintfarbenen Kinderwagen gelegt.

Mama Maus schiebt ihn ganz langsam hin und her.

Vor.

Zurück.

Vor.

Zurück.

Das Mäuschen blinzelt.

Noch einmal vor.

Noch einmal zurück.

Die Augen werden kleiner.

Und dann endlich:

Schlaf.

Mama Maus hält sofort inne.

Niemand bewegt sich.

Papa Maus wagt kaum zu atmen.

Geschafft.

Jetzt sind Mama und Papa dran

Vorsichtig schleichen die beiden aus dem Kinderzimmer.

Papa Maus zieht seinen Pyjama noch ein bisschen zurecht.

Mama Maus setzt ihre Schlafmaske auf.

„Endlich Bett“, flüstert Papa.

Mama nickt.

Im ganzen Mäusehaus ist es still.

Kein „Durst“.

Kein „Noch eine Geschichte“.

Kein Kichern aus einer Streichholzschachtel.

Herrlich.

Sie legen sich hin.

Und gerade als Mama Maus die Augen schließt, hört man aus dem Kinderzimmer ganz leise:

„Maaamaaa …“

Mama Maus hebt die Schlafmaske ein Stück hoch.

Papa Maus tut so, als würde er bereits tief und fest schlafen.

Typisch Papa Maus.

Noch ein letzter Gute-Nacht-Kuss

Mama Maus geht noch einmal ins Kinderzimmer.

Die kleine Babymaus liegt ganz ruhig in ihrem Bettchen.

„Was ist denn noch?“, flüstert Mama.

Die kleine Maus schaut sie an.

„Ich hab dich lieb.“

Mehr wollte sie gar nicht.

Mama Maus beugt sich zu ihr, gibt ihr einen Kuss auf die Stirn und zieht die Decke noch ein kleines Stück höher.

„Ich dich auch.“

Diesmal dauert es nicht lange.

Ein paar Minuten später sind alle eingeschlafen.

Die Babymaus in Blau.

Die Babymaus in Rosa.

Die drei kleinen Drillinge.

Und schließlich sogar Mama und Papa Maus.

Wenn im Mäusehaus die Lichter ausgehen

Durch das Fenster scheint der Mond.

Das kleine Mäusehaus liegt ganz ruhig da.

Morgen wird wieder gespielt, gekocht, besucht, entdeckt und vielleicht sogar ein neues Abenteuer begonnen.

Aber heute nicht mehr.

Denn auch die mutigsten kleinen Mäuse brauchen irgendwann eine Pause.

Und manchmal ist das Schönste an einem aufregenden Tag genau dieser Moment:

Wenn alle Geschichten erzählt sind, die Decke warm ist und jemand noch einmal ganz leise sagt:

Gute Nacht, kleine Maus. Schlaf schön. 

Kleine Schlafrituale für große Geschichten

Gerade die kleinen Alltagssituationen lassen sich mit Maileg wunderbar nachspielen. Eine Babymaus wird zugedeckt, der Kinderwagen wird hin- und hergeschoben, Mama bekommt ihr Nachthemd und Papa seinen Pyjama.

Aus diesen kleinen Details entstehen ganz von selbst Geschichten, die Kinder immer wieder verändern und weitererzählen können.

Heute heißt es Gute Nacht.

Und morgen?

Da beginnt eine neue Geschichte aus der Mäusewelt.

Diese Maileg-Lieblinge spielen in unserer Geschichte mit

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